Klimaschutz und Zuwanderung zusammen anpacken

Zwar findet man kaum zuverlässige Statistiken über unsere Ausgaben für Klimaschutz und Zuwanderung, doch bei grober Schätzung gibt Deutschland jährlich 20 Milliarden Euro für Zuwanderer und nicht weniger für den Ausbau der regenerativen Energie aus. Bei oberflächlicher Betrachtung – in Wirklichkeit gibt es eine große Zahl von Ursachen – hat die Auswanderung aus Afrika wirtschaftliche Gründe und die Zunahme des klimaschädlichen Gases CO2 rührt von der Verbrennung der fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle.

Fände man einen Lösungsansatz für beide Aufgaben, Klimaschutz und Zuwanderung, so stünde dafür jährlich allein in Deutschland der gigantische Betrag von 40 Milliarden Euro zur Verfügung. Und es gibt diesen Ansatz:

Der Klimawandel vollzieht sich schon seit zweitausend Jahren, indem sich die Erde durch den Raubbau des Menschen von einem vegetationsreichen Planeten zu einem vegetationsarmen mit sich ausbreitenden Trockenregionen wandelt. Besonders stark ist Afrika von diesem Wandel betroffen. Zwar ist in den großen See- und Flussregionen Afrikas immer noch genug Süßwasser für Bewässerungsprojekte vorhanden, doch es fehlt der politische Wille, die Trockenregionen zu rekultivieren. Dies ist der Hauptgrund für zunehmende Armut und immer heftigere Verteilungskämpfe.

An dieser Stelle muss unsere Außenpolitik ansetzen, um mit interessierten Staaten Afrikas Projekte zur Rekultivierung zu vereinbaren. Sobald Nutzpflanzen wieder große Mengen an CO2 durch Assimilation binden, kann das gesteckte Klimaziel erreicht werden, ohne den Verbrauch fossiler Energieträger übermäßig einzuschränken. Selbstverständlich muss das in Afrika übliche Verbrennen der abgeernteten Pflanzen verhindert und das CO2 durch Kompostierung dauerhaft im Erdreich gebunden werden. Auch die Verwendung heimischer Hölzer als Baumaterial vermag große Mengen an CO2 zu binden.

Mit diesen Projekten kann man die Rückführung der afrikanischen Zuwanderer verbinden, um sie als Arbeitskräfte bei den Projekten einzusetzen. Bei einer großzügigen Finanzierung dortiger neuer Gemeinwesen ließe sich eine stabile gesellschaftliche Struktur in Afrika aufbauen, welche durch Nachahmer großflächig die jetzigen Probleme lösen würde.

Da keine kurzfristige Umleitung der Finanzströme möglich ist, sondern in längeren Zeiträumen gedacht werden muss, wären zunächst zusätzliche Finanzmittel durch einen Stopp beim Ausbau der regenerativen Energie und eine Laufzeitverlängerung bei den noch arbeitenden Atomkraftwerken zu beschaffen. Weil diese sicherheitstechnisch denen der Nachbarländer überlegen sind, geht von ihnen eine weit geringere Gefahr aus, als von denen unserer Nachbarn. Die tiefe Aversion breiter Bevölkerungsschichten gegen Atomkraft ließe sich mit überzeugender Argumentation für die Lösung unserer drängendsten Probleme beheben.

Es wäre auch sinnvoll, den steigenden Wohlstand der Mittelschicht Deutschlands nicht durch eine Rücknahme der Steuerprogression noch überproportional zu steigern, sondern die zusätzlichen Steuereinnahmen in die Finanzierung von Zukunftsprojekten zu investieren. Langfristig hätte auch die Mittelschicht davon den größeren Nutzen, als durch eine kurzfristige Steigerung des Konsums.

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